Setzungserscheinungen bei Naturstammhäusern -

(nicht für Gartenhäuser zutreffend)

Allgemeine Grundlagen

Ein unabdingbares Phänomen des Naturstammhausbaus sind Setzungserscheinungen des Holzes. Holz ist ein Produkt der Natur und unterliegt somit, auch im montierten Zustand beim Kunden, gewissen natürlichen Prozessen. Dies sind vor allem die weitere Trocknung des Holzes sowie der Schwund (Setzung). 

Neben den positiven Eigenschaften des Holzes, wie natürlicher Klimaregulierung, exclusiver Optik, guter Wärmespeicherfähigkeit und einem weichen Saunaklima, muss man sich auch mit diesen holzspezifischen Nachteilen auseinandersetzen.
Dies geschieht in der Praxis bereits bei der Auswahl der Stämme im Sägewerk, setzt sich bei der handwerklichen Kunst unserer Zimmerleute fort und ist auch mit der Montage beim Kunden noch nicht abgeschlossen.

Der Schwund kann bis zu max. 10 Prozent des Hauses betragen. Im Gegensatz zu einer Design-Sauna, wo ein Millimeter Differenzspalt einer Ganzglastür bereits einen Mangel darstellen kann, sind also diese Erscheinungen des Baustoffes Holz naturbedingt. Wir können nur vermuten, wie viel cm das Haus kleiner wird. Eine garantierte Endhöhe des Hauses kann daher zentimetergenau nicht zugesagt werden.

Es handelt sich also um ein Problem, mit dem sich jeder Anbieter herumschlagen muss, ob er will oder nicht.


Haussetzung

Schwunderscheinungen
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Der Grad der Setzung hängt von verschiedenen Faktoren ab, die bei der Herstellung des Hauses berücksichtigt werden. So lässt sich die Setzung zumindest ein ganzes Stück weit minimieren.

Dies schließt jedoch Garantie- und Gewährleistungsansprüche auf Grund von Setzung und Trocknung aus.

Sie fragen sich nun sicher: Was tun? Kann ich denn dieses Risiko auf mich nehmen? Fällt mein Haus irgendwann auseinander oder sieht es aus wie die Hütte der Hexe Baba Jaga?

Ich möchte Ihnen diese Angst nehmen und Ihnen einige Zusammenhänge kurz dazu erklären.

Spezielle Grundlagen

Holz besitzt im Unterschied zu anderen Baumaterialien hygroskopische Eigenschaften, d.h. es kann Feuchte aus der Umgebung aufnehmen und auch wieder abgeben. Es lebt. Bei zunehmender Feuchte quillt das Holz auf, bei Trocknung schwindet es. Die Vorgänge haben Auswirkungen auf Bau und Montage des Hauses sowie auch auf die Zeit danach. Selbst nach Jahren sind noch Setzungsvorgänge am Haus zu verzeichnen.

Die Veränderungen im Stamm gehen dabei in mehreren Richtungen vonstatten. Die geringsten Schwundprozesse treten längs zum Stamm auf. Kürzere Stammstücke am Haus, z.B.: neben großen Öffnungen wie Tür oder Fenster, sind dabei jedoch stärker betroffen als die langen Stammlagen einer durchgehenden Wand.  
Weitaus signifikanter sind die Veränderungen in radialer und tangentialer Richtung, sodass sie sowohl beim Bau als auch nach der Montage berücksichtigt werden müssen.

Auch die Temperaturunterschiede zwischen Außen- und Innenseite des Hauses spielen keine unwichtige Rolle. Speziell bei der Nutzung des Naturstammhauses als Saunahaus ist die Trocknung auf der Innenseite der Stämme erheblich größer als auf der Außenseite. 



Trocknung

Setzungserscheinungen
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Auch die Südseite eines Hauses ist trocknungsbedingt günstiger gelegen als die Nordseite des Hauses.

Somit werden Saunahaus oder auch Baumstammhaus ohne Sauna nie einen „Blower Door“-Test bestehen können. Es ist also nicht mit einem Niedrigenergiehaus vergleichbar. Zudem sind beim Bau des Hauses oft Stämme mit unterschiedlichen Restfeuchten und damit einhergehender Vortrocknung vorhanden.

Im Gegenteil dazu ist es bei unseren Häusern erwünscht und gewollt, dass sie atmen. Feuchtigkeit soll nach außen getragen werden. So brauchen wir bei einer Rundstammsauna im Gegensatz zu einer finnischen Heimsauna keine Abluftklappe , da das Haus durch das Holz atmet.

Auch die Einschlagzeit des Holzes spielt eine Rolle. So ist wintergeschlagenes Holz besser geeignet für den Naturstammhausbau als im Sommer geschlagenes. Der Feuchtigkeitshaushalt eines Baumes unterliegt einem jährlichen Zyklus. Im Frühjahr verstärkt der Baum seine Wasseraufnahme, im Herbst verringert er sie und damit seine Feuchtigkeit im Holz. Er geht faktisch in eine Art „Winterschlaf“ über.

Zu berücksichtigen ist weiterhin ein Phänomen, welches bei großen Öffnungen, wie z.B. großen, insbesondere bodentiefen Fenstern und Türen auftritt, die oben anstatt zwei oder drei Stämmen nur eine Stammlage quasi als Sturz haben. Hier kann es zu einer Verbreiterung der Öffnung kommen.

Wie kann man Abhilfe gegen Schwunderscheinungen schaffen?

Gegebenenfalls muss in den Setzungserscheinungen nachgestopft werden. Um hier Vorsorge zu treffen, wird bereits bei der Vormontage darauf geachtet. Die Stämme können in ihrer Konstruktion nachrutschen, da sie oben einen anderen Radius erhalten als unten. Auch die Sattelkerben werden so gefertigt, dass sie in sich nachrutschen können. Trotzdem kann es vereinzelt passieren, dass Nacharbeiten, auch in Form von Nachklopfen mit einem Hammer, unumgänglich sind.

Früher sagte man nicht zu unrecht, dass ein Haus im ersten Jahr erstmal „durchfrieren“ muss. Danach sind dann die letzten Arbeiten sinnvoll, so u.a. das Anbringen der Dachrinne. Wer sein Hausdach begrünen möchte, sollte so auch eine Saunasaison ins Land gehen lassen, bis er die Begrünung vornimmt. Bis dahin sollte es die bloße Dachpappe ausrichten.

Da wir bei unseren Naturstammhäusern mit dem Rohstoff Holz in seiner ursprünglichsten Form und somit auch allen Vor- und Nachteilen arbeiten, achten unsere Zimmermänner bereits bei der Vormontage auf eine Vielzahl der genannten Faktoren. Naturstammhäuser erfordern eine große Portion handwerkliches Geschick und Erfahrung, welche wir Ihnen gern auf unserer Seite auch dokumentieren.

Sollten dennoch vereinzelt größere Setzungserscheinungen auftreten, so werden wir immer im Rahmen einer Kulanzregelung einen Weg finden, um Ihnen den rustikalen Saunagenuss so angenehm wie möglich zu machen.

Beispiel für den Schwund durch Trocknung:


Äster vor der Trocknung

Äste durch Trocknung
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Hinweis für unsere Kunden:
Die genannten Erscheinungen wie Trocknung und Setzung (Schwund) oder Rissbildung stellen somit keinen Mangel im Sinne von Garantie und Gewährleistung dar.

Sollten dennoch vereinzelt größere Setzungserscheinungen auftreten, so werden wir immer im Rahmen einer Kulanzregelung einen Weg finden, um Ihnen den rustikalen Saunagenuss so angenehm wie möglich zu machen.

 

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